Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, beim ersten studentischen Goethe-Lauf der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Delegation von Eintracht Spielerinnen und Studenten am Start zu sein. Von den angemeldeten 400 Läufern waren überraschend viele sowohl vor als auch nach dem 6 Kilometer langem Lauf für unseren Parkour zu begeistern. Darunter waren auch der Vize-Präsident der Goethe-Uni und viele Studenten, die mehrfach in Folge antraten und sichtlich Spaß hatten.
Wir hoffen dementsprechend auf viele neue Gesichter, wenn am 10. Oktober das Uni Rugby ins neue Semester startet!
Hier geht es zum Programm des Zentrums für Hochschulsport:
Das Semester neigt sich seinem Ende entgegen, das Uni-Rugby hält aber noch etwas länger durch: Wir trainieren noch tapfer weiter, letzter Trainingstermin ist der 01.08.2019.
Doch auch in den Semesterferien geht noch was: Wir bringen Uni-Rugby an die Uni! Hier könnt ihr uns treffen:
Mittwoch, 28.08.2019 Goethe-Lauf
Wir sind mit einem Rugby-Parkour am Campus Ginnheim am Start.
Beginn ist 17:00h, auch nach dem Lauf sind wir noch bis 21:00h dabei.
Die Gelegenheit um rauszufinden, ob ein echter Rugbyspieler oder eine echte Rugbyspielerin in dir steckt!
Donnerstag, 10.10.2019 Unistart-Messe
Zur Unistart-Messe sind wir am Campus Westend dabei.
Beginn 13:00h, Ende ca. 16:00h.
Wenn sich genügend Leute finden, dann machen wir mit euch gleich mal ein Probespiel... ;-)
Ab 17:15h ist dann gleich danach das erste reguläre Training bei der TGS, Rebstöcker Weg 17. Einfach vorbeikommen und ausprobieren, normale Sportklamotten reichen aus.
Wir suchen Nachwuchs und freuen uns über jeden Neuzugang! Rugby ist es eine der schönsten Sportarten der Welt, die den
Teamgeist über alles stellt und Eigenschaften wie
Respekt und Fairness betont. Du wirst fit werden, wenn du Rugby
spielst, denn es ist ein anstrengender Sport, bei dem es auf Sprinten,
Ballkoordination und körperliche Stärke ankommt. Die Positionen im Rugby
fordern aber ganz unterschiedliche Talente – „Rugby
is a game for players of all shapes and sizes.“ Egal, ob du groß,
klein, dick oder dünn bist, jeder und jede ist beim Rugby willkommen.
Komm einfach beim Training vorbei und probier es aus - es kann dein Leben verändern!
Unser erstes großes Turnier stand endlich an: Die Wolf-Gang besuchte die Eurokonstantia vom 20.-23. Juni 2019. Das größte Uni-Sportfest Süddeutschlands bietet Wettkämpfe im Beach-Volleyball, Basketball, Cheerleading, Fußball, Handball, Rugby, Tennis, Tischtennis, Streetball und Volleyball für Studierende aus Europa, dem Nahen Osten und Asien - das sind an die 1.000 TeilnermerInnen!
Neben dem Sport steht reichlich Party auf dem Plan. Übernachtet wird auf dem Turniergelände, dem Sport-Campus der Universität Konstanz - und zwar in Zelten. Das Gelände liegt sehr idyllisch direkt am Bodensee, man kann also auch mal eine Runde schwimmen gehen.
Wir sind gut nach Konstanz durchgekommen und auch der Check-In verlief problemlos. Man kann schon ohne Übertreibung behaupten, dass wir das luxuriöseste Zeltlager hatten...
Klare Verhältnisse in der Rugby-Ecke des Zeltplatzes
Schon beim Aufbauen haben wir gleich zwei unserer gegnerischen Teams kennen gelernt. Und dann war auch schon Willkommensparty angesagt. Zusammen mit dem Rugby-Team der Uni Stuttgart haben wir die schöne Tradition der Mannschaftsverkleidung hochgehalten (auch wenn wir uns den Spartaner-Outfits geschlagen geben mussten).
Auch der Bodensee wurde gleich mal erkundet:
...natürlich stilecht mit Rugby-Ball.
Es gab, so verlangen es uralte Bräuche, einige spezielle Team-Regeln, deren Einhaltung von unserem Zeremonienmeister Jonas kontrolliert und deren Missachtung strenge Strafen nach sich ziehen sollte. Unter anderem galt es auf unser Maskottchen Wolfie aufzupassen, was uns besonders die Spielerinnen aus Tübingen - eine Ansammlung aus ehemaligen Meisterdiebinnen und Straßenräuberinnen - nicht einfach machten. Die Strafen hatten es in sich. Der Gentleman schweigt an dieser Stelle über die Details, nur soviel sei verraten: die Zutaten umfassten unter anderem Rote-Beete-Saft, Knoblauchpulver und Katzenfutter. Erstaunlich, wie einen so eine Strafe motivieren kann...
Am Freitag startete dann das Turnier im 7er-Rugby. Es ließen sich sicher viele beschönigende Worte an dieser Stelle finden, aber wir haben sowohl gegen Stuttgart als auch gegen die IUBH aus Bad Honnef verloren. Auch das Spiel gegen Konstanz ging nicht gut aus, aber der Gastgeber sollte auch der Turniersieger werden, diese Niederlage ließ sich daher etwas besser verschmerzen.
Das Feld der Ehre, der Rugby-Pitch in Konstanz
Das letzte Spiel am Samstag war gegen die einzige französische Mannschaft aus Le Creusot. Die Franzosen hatten zwei Wings im Einsatz, die kaum größer als 1,60m waren, dafür aber wieselflink über den Platz rannten und so für die meisten Versuche sorgten. Bis auf die Konstanzer hatte keine Mannschaft dieser Taktik viel entgegen zu setzen gehabt. Doch in unserem letzten Spiel konnten wir in dieser Hinsicht wenigstens ein bisschen Ruhm erlangen. Denn an unserer Verteidigung prallten alle französischen Wiesel-Wings ab - oder sie wurden gleich über die Touch-Line getackelt. Am Ende ging das Spiel zwar auch knapp verloren, aber ein so einfacher Gegner waren wir dann doch nicht.
Es ist noch sehr, sehr viel mehr passiert. Wir haben irgendwie indirekt das Fußball-Turnier entschieden. Es gab Dummbier und Tretbier. Überhaupt gab es sehr viel Bier. Und Duschparties. Cesarina hatte gesundheitliche Probleme. Vor Snipern musste in Deckung gegangen, Präsidenten beschützt werden. Eine Fanfreundschaft Frankfurt-Zwickau wurde begründet. Aber wie in Las Vegas gilt auch auf der Eurokonstantia: What happens at Eurokonstantia, stays at Eurokonstantia. Manche Sachen muss man auch einfach selbst erlebt haben, das kann man nicht in Worte fassen. Und manchmal sollte man das auch besser nicht...
Wir hatten sehr viel Spaß und kommen im nächsten Jahr gerne wieder!
Update 19.08.2019:
Der offizielle Aftermovie zur Eurokonstantia ist jetzt online.
An Fronleichnam ist es soweit: wir fahren auf unser erstes richtiges 7er-Turnier zur Eurokonstantia nach Konstanz. Um zu sehen, wo wir aktuell stehen, sind wir zum Probespiel gegen die Herrenmannschaft der Eintracht angetreten, die sich dazu netterweise bereit erklärt hat.
Alle Augen auf den Ball - Testspiel gegen die Eintracht
Nach vierzig Minuten waren wir zwar ziemlich tot, aber auch deutlich schlauer. Wir hatten didaktisch geneigte Gegenspieler, die unsere Schwächen auch mal ignorieren konnten und uns viele Gelegenheiten zum Ausprobieren gegeben haben. Wir haben ganz ordentliche Lineouts hinbekommen, unsere Scrums und die Verteidigung sind noch ausbaufähig. Aber wenn unsere Wings den Ball mal bekommen, dann können wir auch durchaus mal schnell zuschlagen und den Try legen.
Ein großes Dankeschön geht an die Herrenmannschaft der Eintracht, die uns ein pädagogisch wertvoller Gegner waren, der den Schwierigkeitsgrad nach und nach erhöht und uns so gut an unsere Grenzen gebracht hat.
Konstanz, wir kommen!
Bevor es nach Konstanz auf die Eurokonstantia zum Rugby-Turnier geht, war die Team-Fotografin da. Sportfotografie ist so eine Sache, wenn es echt ist, sieht es oft nicht echt aus, wenn es gestellt ist, dann sieht es auch nicht echt aus. Dafür haben wir ein paar echt gute Bilder rausbekommen - so sieht es echt wirklich beim Uni-Rugby-Training aus... ;-)
Tackle-Drill. Nicht auf dem Bild: der Mundschutz, der muss hier sein! (Foto: Anika Ullmann)
Ruck-Training mit Ballübergabe an den Scrum-Half (Foto: Anika Ullmann)
Im Rugby gilt wie sonst auch das 11. Gebot: Lass dich nicht erwischen! Besonders nicht, wenn du den Ball hast...
(Foto: Anika Ullmann)
Ein gutes Training mit viel Spaß und vielen Erfahrungen, wie man auf den Weg zum besten Foto kommt. Darf auch nicht fehlen: Das Mannschaftsfoto!
Das Uni-Rugby-Team im Juni 2019 - fast komplett. (Foto: Anika Ullmann)
Mit ordentlichen 45 Minuten Verspätung landete unsere Maschine um 23:10h in Frankfurt - damit kam unser London-Trip offiziell zu seinem Ende. Und was für ein Trip das war! Es gab viele Abenteuer zu bestehen, unzählige Kilometer zu Fuß, per Doppeldeckerbus oder per Tube zurückzulegen, wir haben wirklich viele tolle Menschen kennengelernt und die Aufregung eines echten Premiership-Finales erlebt.
Und last but not least: Wir haben sehr viele Gelegenheiten genutzt, Rugby zu trainieren oder zu spielen. Gerade die ganz unterschiedlichen Mannschaften mit denen wir trainiert haben, die verschiedenen Trainer, haben uns viele ganz eigene Perspektiven auf das Spiel aufgezeigt. Bei den Silverbacks gegen eine Reihe aus drei Gorillas mit zusammen 350kg Lebendmasse anzutacklen - "just for fun" wie unser Trainer Jody mit einem Grinsen im Gesicht meinte - hat einem schon ein paar Cochones abverlangt. Und darum ging es ja auch, "you have to have determination" wie Jody leichtfertig sagte. Keine Selbstverständlichkeit, das eigene Training extra auf eine Truppe Rugby-Rookies anzupassen und sich die Zeit zu nehmen, sie zu trainieren.
Doch das war eine Konstante bei allen Begegnungen, die wir in London hatten: Offenheit, eine großartige Willkommenskultur und der Wunsch, uns für das eigene Spiel zu begeistern. Kaum angekommen, standen wir in einer Reihe bei der Verteidigungsübung zusammen mit den Hills Hoists. Oder die Freude in den Gesichtern der Touchrugby-Jungs und -Mädels in Tooting Bec, als sie gesehen haben, wie aus unserem anfänglichen Chaos immer mehr eine Strategie wurde und wir die ersten Spielzüge kopiert haben.
Dann das Finale in Twickenham - eine Erinnerung fürs Leben. Unser Besuch war dabei purer Zufall, eigentlich wollten wir nur schauen, ob wir eine Stadiontour buchen können. Wir hatten ja keine Ahnung, was uns erwartet... Die Stimmung im Stadion, die Aufregung, die Begeisterung für das Spiel bei so vielen Menschen - das war schon ein einmaliges Erlebnis. Das Gefühl, wenn der War-Chant der Chiefs von zehntausenden Fans mit voller Inbrunst in das Stadionrund geschmettert wird, ist kaum in Worte zu fassen. Und die Feier danach eigentlich auch nicht.
London, wir kommen wieder!
Six Gentlemen in London - beim schicken Abendessen im "Zedel"
Wir stehen mit 75.000 Menschen im Stadion von Twickenham, ein unglaublich lautes Dröhnen erschüttert die Ränge. Feuerwerfer schießen meterhohe Flammen in die Luft, plötzlich zünden mehrere Böllerschüsse und dann flippt die Menge völlig aus: Die Exeter Chiefs und die London Saracens sprinten auf den Rasen. Das Spiel beginnt, die Chiefs stürmen nach vorne, noch ist keine Minute vergangen, da durchbrechen sie die Abwehr der Saracens und legen ihren ersten Try. Zehntausend Kehlen stimmen den War Chant der Chiefs an und wir schreien mit so laut wir können - was für ein Tag... Aber zurück zum Anfang: Nach den zwei Trainings am Mittwoch und Donnerstag haben wir uns am Freitag eine Auszeit gegönnt und uns London noch ein bisschen angeschaut. Wir haben "The Merry Wives of Windsor" im Shakespeare's Globe am Themse-Ufer gesehen und einen Abend für Gentlemen in der Brasserie Zedel verbracht (wer die Gelegenheit hat - unbedingt ausprobieren!).
Am Samstagvormittag ging es nach Tooting Bec, wo sich
allwöchentlich der South London Touch Rugby Club in einem großen Park trifft. Hier wurden wir bei bestem Wetter sehr gut aufgenommen und haben kaum angekommen schon das erste Spiel bestritten. Nach einer Eingewöhnungsphase gelangen uns dann schnell die ersten geschickten Spielzüge und Offloads.
Touchrugby-Action in Tooting Bec
Die Jungs der Wolf-Gang im Angriffsmodus
Nach drei Spielen waren wir gut fertig und dankbar, dass die Zeit gekommen war, nach Twickenham aufzubrechen: Das Finale des englischen Premiership zwischen den Exeter Chiefs und den London Saracens stand an. Schon beim Aussteigen in Twickenham konnte man erahnen, dass wir auf etwas Großes zusteuern, für die Massen an Fans werden ganze Straßen gesperrt. Nach etwa einer Viertelstunde Fußmarsch tauchte dann hinter den typisch englischen Reihenhäusern das Stadion auf - wie ein Raumschiff, dass in einer englischen Vorstadtsiedlung gelandet ist. Twickenham ist groß, wirklich groß, hier passen 80.000 Menschen rein. Die Organisation war aber vorbildlich, wir kamen problemlos durch die Einlasskontrolle und mussten diesen Moment dann erstmal festhalten.
Die Wolf-Gang vor dem Stadion in Twickenham
Auf in den dritten Rang: Mit jeder der gefühlt tausend Treppenstufen stieg die Spannung - und schließlich betraten wir durch einen dunklen, engen Aufgang die Kathedrale des englischen Rugbysports, das Stadion von Twickenham. Das Geschrei von 75.000 Menschen erfüllte die Ränge, die Stimmung war aufgekratzt aber auch entspannt und fröhlich. Es gibt hier keine Zäune um das Spielfeld, jeder darf sein Bier ins Stadion mitnehmen und auch die Fans sitzen nicht nach Blöcken getrennt sondern wild durcheinander. Doch obwohl die Saracens ja eigentlich den Heimvorteil hatten, war das Stadion fest in der Hand der Chief-Fans. Der Einmarsch der beiden Mannschaften wurde von einem ohrenbetäubenden Spektakel aus Feuersäulen, Böllern und den Rufen der Zuschauer begleitet.
Die Wolf-Gang im Innenrund von Twickenham
Das Spiel war der absolute Hammer und wurde schon am gleichen Tag von der englischen Presse zum spannendsten Finale aller Zeiten erklärt. Die Mannschaften schenkten sich nichts, spielten aber immer fair miteinander. Es gab nur zwei gelbe Karten, beide aufgrund eines deliberate knockdown. Die Chiefs hielten sich lange vorne, ihr erster Try nach nur 27 Sekunden brachte das Stadion zum Toben. Nach der erste gelben Karte in Unterzahl zogen die Saracens aber schnell nach und es entbrannte ein harter Kampf mit insgesamt zehn Tries, je fünf für jede Seite. Exeter lag zur Halbzeit noch 22 - 16 vorne, aber nach der Pause gaben die Sarries richtig Gas und konnten sich auf ihre Leistungsträger wie Owen Farrell oder Maro Itoje verlassen. In der letzten Viertelstunde dominierten die Saracens dann das Spiel zur großen Freude der Handvoll Fans in unserem Block. Schließlich gewannen sie das Finale auch verdient mit 34 - 37 Punkten.
Abschlussfeier: die Gewinner 2019 sind die London Saracens
Worauf wir nicht vorbereitet waren, war die Feierfreudigkeit der Exeter-Fans. Gerade noch verloren, stürmten sie nichtsdestotrotz die Bars des Stadions und feierten zweieinhalb Stunden ihr Team, bis der letzte Zapfhahn zugemacht wurde. Das mussten wir uns natürlich aus kulturellen Gründen unbedingt anschauen und so feierten wir tapfer mit. Ein unglaublich ausdauernder Gitarrenspieler versorgte die Menge mit allem, was man mitgrölen kann. Dazwischen immer wieder der War-Chant der Chiefs, den wir so laut wir konnten mitschrieen. Der Beer-Count wurde unbarmherzig nach oben getrieben, wir lagen uns mit wildfremden Menschen in den Armen und hatten den Spaß unseres Lebens. In den Katakomben von Twickenham sind so zu den Klängen des War-Chants und mit sehr viel Bier sechs neue Chief-Fans geboren worden.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - wir trainieren wie die Profis
Über den weiteren Abend gibt es verschiedene Ansichten. Es gab etwas zu Essen, mehr Bier, sehr viele War-Chants in den Straßen von London, Rob ließ seine Mates im Stich, was von der gesamten Zugkabine mit lautem Anfeuern kommentiert wurde, wir haben die drei Franzosen aus Twickenham absurderweise in London wiedergetroffen und das Land jenseits der magischen Sieben-Pint-Grenze besucht. Wie jeder weiß, sind die Erinnerungen an Aufenthalte in diesem Land immer etwas verschwommen, weswegen wir an dieser Stelle lieber nicht spekulieren wollen, was noch alles passiert ist.
Wer jemals die Chance hat nach Twickenham zu einem Spiel zu fahren: Machen! Es gibt nicht viele Dinge, die da mithalten können...
Zweiter Tag in London –
zweite Trainingssession. Diesmal ging es in den Westen von London, nach
Hammersmith. Hier haben uns die Hammersmith Hill Hoists zum Training willkommen
geheißen. Auch die Hill Hoists spielen Rugby League.
Doch zuerst musste London erobert werden. Das geht am besten mit einem Full English Breakfast, welches wir bei "Speedy's", dem Imbiss aus der Fernsehserie "Sherlock", eingenommen haben. Obwohl der Laden durch die Serie sehr berühmt ist, kann man hier für wenig Geld satt werden.
Frühstück im Speedy's - bei bestem Wetter
Danach war Kultur angesagt mit einer Ausstellung zur Künstlichen Intelligenz im Barbican Centre. Von dort ging es durch die City bis zum Trafalgar Square, wo wir sehr englisch einen Afternoon Tea im Crypt Café eingenommen haben. Ein nicht ganz so geheimer Geheimtipp, obwohl das Café etwas versteckt unter der Kirche St. Martin-in-the-Fields liegt.
Afternoon Tea in der Krypta von St. Martin-in-the-Fields
Und dann ging's zum Training. Wieder war die Anfahrt abenteuerlich - mitten im Londoner Feierabendverkehr waren wir erneut spät dran und haben uns mit sehr vielen Menschen in die Tube gequetscht. Von Hammersmith Station ging es dann noch per Bus zum Lillie Park, wo die Hill Hoists schon am Trainieren waren. Nach einer kurzen Begrüßung ging es also gleich los mit einigen Passingdrills. Da die Hoists am kommenden Samstag zum Spiel antreten müssen, gab es danach vor allem ein Taktiktraining, bei dem wir als Verteidgung im Einsatz waren. Nach dem harten Tackletraining vom Vortag war das eine nicht unwillkommene Abwechslung. Rugby League ist ein schnelles Spiel, dadurch dass der Verteidiger nach jedem der sechs möglichen Tackles durch die Angreifer zehn Schritte zurückweichen muss, wird sehr viel Laufarbeit verlangt. Mit unseren Vorkenntnissen vom Training am Tag davor haben wir uns aber gut geschlagen. Nach dem Training gab es ein wohlverdientes Essen im "The Swan"-Pub mit Fish & Chips und einem sehr guten Steak & Ale Pie. Zum Rehydrieren griffen wir auf lokale Spezialitäten wie Moonstone IPA und Good Job Ale zurück. Ein großes Danke geht an die Hammersmith Hill Hoists mit Lynton und Jared, die uns sehr freundlich aufgenommen haben. Wir wurden gleich zum Spiel am Samstag eingeladen - wo wir aber leider schon anderweitig verplant sind. Dafür schauen wir vielleicht danach beim Umtrunk im "Belushi's" vorbei.
Erster Tag in London, an dem wir mit den South London Silverbacks zusammen
trainieren durften. Da die Rugby Union-Saison Mitte Mai bereits zu Ende
gegangen ist, trainieren wir in London mit Mannschaften, die nach Rugby
League-Regeln spielen – so wie eben den Silberbacks.
Die Wolf-Gang auf dem Weg nach London
Das Wetter hatte sich bei der Landung extra für uns so englisch wie möglich präsentiert, der Regen sollte aber schon auf dem Weg zu unserem Apartment aufhören. Der Trip von Heathrow in die Innenstadt zu unserem Apartment in einer Stunde war optimistisch geplant und sollte sich als völlig illusorisch erweisen. Also haben wir uns kaum angekommen schon wieder in den Zug nach Eden Park im
Süden von London geworfen. Wir waren trotzdem etwas zu spät, was der herzlichen Begrüßung durch unseren Trainer Jody aber keinen Abbruch getan hat. Nach einem kurzen Aufwärmen ging es gleich zur Sache und mitten rein in unser erstes Spiel nach Rugby-League-Regeln.
Danach gab es ein Extratraining für uns mit Jody, der uns die Unterschiede zum Union-Rugby erklärt hat. So wird der Ball nach dem Tackle mit einer ganz speziellen Bewegungsabfolge wieder gespielt, die "Snap, Sweep and Touch" heißt. Gleich darauf gab es einen Tackle-Drill und schließlich ging es im "Gauntlet"-Drill darum, die Verteidigung zu üben. Und dann wurde es Ernst, denn jetzt mussten wir gegen die Silverbacks antreten - die Jungs machen ihrem Namen alle Ehre und bringen teilweise die Statur von einem Profi-Forward mit. Bei einigen Zusammenstößen hat es gut geknallt, aber wir sind alle lebend aus dem Training rausgekommen.
Danach gab es noch einen sehr netten Abend im Clubhouse mit Bier und Barbecue. Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt, bei dem wir viel gelernt haben. Wir haben fleißig Kontaktdaten ausgetauscht und freuen uns die Silverbacks bei ihrer Tour durch Deutschland vielleicht auch in Frankfurt zum Rematch begrüßen zu können.
Große Ereignisse werfen ihre
Schatten voraus: Am heutigen Mittwoch startet die Uni-Rugbymannschaft zu ihrem Roadtrip
ins Mutterland des Rugby nach England! Auf uns warten fünf spannende Tage in
London vollgepackt mit Rugby.
Wir trainieren mit zwei echt englischen
Rugbyteams, spielen ein Touch-Rugby-Turnier und fahren in die Kathedrale des
englischen Rugbys nach Twickenham, wo wir uns das Finale des Premierships zwischen den Saracens aus London und den Chieftains aus Exeter gönnen.